Obwohl Bedarf da ist: Abwicklung von acht Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit beschlossen

Gestern beschloss der Jugendhilfeausschuss die Einstellung von 3 Projekten der Schulsozialarbeit sowie die Einstellung von 5 Angeboten in der Jugendarbeit. Dazu erklärt Sandra Zabel, kinder- und jugendpolitische Sprecherin:

„Aus der Befürchtung heraus, dass 2025 noch weniger Geld für Kinder- und Jugendangebote bereitstehen, hat der Jugendhilfeausschuss der Anwendung der Förderkonzeption zugestimmt und damit das Ende von wichtigen Kinder- und Jugendangeboten für 2025 beschlossen. Ich halte das für falsch und übereilt. Schließlich hätte meiner Meinung nach rein rechtlich die Förderkonzeption erst angewandt werden dürfen, wenn es auch einen beschlossenen Haushalt gibt und damit endgültig feststeht wie viele Mittel für den Bereich eingeplant sind.

Die Kinder und Jugendlichen in Gablenz und rund um den Brühl haben nun keine Anlaufstelle mehr, sondern müssen lange Wege zur nächsten Jugendfreizeiteinrichtung auf sich nehmen. Die Jugendberufshilfe ist doppelt gestraft, da sie durch den zusätzlichen Wegfall von Landesfördermitteln, nun zwei Projekte schließen muss. Und drei Schulen müssen nun ohne Schulsozialarbeit auskommen, obwohl dort der Bedarf weiterhin natürlich da ist.

Statt auf den Beschluss zum Haushalt zu warten und rechtlich sauber etwas zu beschließen, musste alles ganz schnell gehen. Das darf aber nicht der Anspruch des Jugendhilfeausschusses sein. Obwohl der jugendhilfeplanerische Bedarf festgestellt ist, findet sich die Finanzierung dieses Bedarfes nicht im Haushalt wieder. Das ist kein Zeichen für eine kinder- und jugendfreundliche Stadt.“