Streik der Mitarbeitenden der Stadtverwaltung ist auch ein Hilfeschrei – Stadtspitze muss ihre Personalpolitik überdenken

Zum heutigen Streiktag der Beschäftigten der Stadtverwaltung Chemnitz erklärt Susanne Schaper, Fraktionsvorsitzende:

„Der Streik heute ist auch ein Hilfeschrei. Seit Jahren sind viele Abteilungen in der Stadtverwaltung in Chemnitz unterbesetzt. Das führt zu Mehrbelastungen, Stress und Krankheitsausfällen. Die Stadtspitze spricht aber weiterhin von zusätzlichem Personalabbau. Wir werden das als Linke nicht mittragen!

Wir haben schon frühzeitig auf das Problem aufmerksam gemacht und immer wieder Vorschläge zur Personalpolitik eingebracht, die aber keine Mehrheit gefunden haben.

Wir stehen deshalb hinter den Forderungen der Beschäftigten, denn die Auswirkungen des Personalmangels spüren auch die Bürger:innen seit vielen Monaten. Lange Warteschlangen auf dem Bürgeramt, Bearbeitungszeiten von mehreren Monaten bei Anträgen wie bspw. dem Wohngeld oder der Hilfe zur Pflege und immer wieder tagelange Nichterreichbarkeit von Ämtern aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen sind inzwischen „Normalität“. Das ist aber eine Zumutung sowohl für die Mitarbeiter:innen als auch die Bürger:innen, die wir nicht länger hinnehmen werden.

Der Haushalt ist angespannt, keine Frage, aber wir dürfen den Haushalt auch nicht auf Kosten der Beschäftigten sanieren. Denn dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn bald niemand mehr für die Stadt arbeiten will.“